This website uses Cookies. How your data is used exactly on this website you can see in the Privacy Policy

Ratgeber: Druckverfahren

Posted by Cedric 08/10/2018 0 Comment(s)

Tampondruck

Mit dem Tampondruck, auch „indirektes Druckverfahren“ genannt, lassen sich insbesondere unebene und gewölbte Werbemittel sehr gut bedrucken. Sehr begehrt ist diese Methode insbesondere bei kleineren Produkten wie beispielsweise Schlüsselanhängern. Durch Einätzung in ein sogenanntes „Klischee“ bleibt das zu übertragende Motiv vertieft auf der Oberfläche des Klischees zurück. Man unterscheidet zwischen „Stahlklischees“ und „Kunststoffklischees“. Bei wiederkehrenden Druckmotiven in hoher Stückzahl finden Stahlklischees Verwendung.

 

Mit Hilfe einer Rakel aus Kunststoff oder Metall wird die Farbe über das Klischee geschwemmt. Daraufhin wird die Farbe mit einem Messer wieder abgezogen sodass sie nur in der Vertiefung zurückgelassen wird. Aus der Vertiefung im Klischee nimmt der Silikontampon die Farbe aus der Vertiefung im Klischee auf und überträgt diese anschließend auf das Produkt. Ein Vorteil dieses Druckverfahrens ist die Verformbarkeit des Tampons – das Bedrucken von unebenen Flächen wird somit ermöglicht. Aufgrund seiner Elastizität nimmt der Tampon die Form des zu bedruckenden Artikels an und kann den Druck somit perfekt übertragen. Man kann mit einer Vielzahl von Tamponformen und –härtegraden ideal auf die Form des zu bedruckenden Artikels sowie auf die Größe des Druckmotives reagieren. Der Tampondruck eignet sich demnach für eine Vielzahl an zu bedruckenden Werbemitteln.

 

Siebdruck

Das Siebdruckverfahren wird auch „Durchdruckverfahren“ genannt und ist eine sehr vielseitige Drucktechnik. Dieses Verfahren eignet sich für nahezu jedes Material, egal ob Kunststoffe, Holz, Metall oder Fasern.

Die Druckform besteht auf einem Rahmen, welcher mit einem sehr feinen Gewebe bespannt ist. Auf dieses Gewebe wird fotografisch eine Schablone aufgebracht, welche den Farbauftrag ausschließlich an den dafür vorgesehenen Stellen zulässt. Das zu bedruckende Produkt und der Siebrahmen werden in die Siebdruckmaschine eingespannt. Danach wird die Farbe auf das Sieb gegossen und mit Hilfe eines Rakels auf dem Sieb verteilt. Die Farbe verflüssigt sich durch den Druck und erstarrt sofort wieder sobald der Druck nachlässt. Sie drückt sich an den durchlässigen Stellen durch die Maschen auf das zu bedruckende Produkt.

Dieses Druckverfahren ist  durch seine Hochwertigkeit, Langlebigkeit und farbliche Flexibilität nicht mehr aus der Werbemittelbranche wegzudenken. Man greift beispielsweise beim T-Shirt-Druck meist auf dieses Verfahren zurück. Durch hohe Farbschichtdicken werden die Druckergebnisse witterungsbeständig und unempfindlich gegen starke Sonneneinstrahlung. Darüber hinaus zeigt der Siebdruck eine sehr hohe Abriebfestigkeit.

 

Lasergravur

Als eine der modernsten Graviertechniken bezeichnet man die Lasergravur bei der Oberflächen unterschiedlichster Art individualisiert und veredelt werden. Der Laserstrahl wird hierbei den Konturen nachgeführt oder mittels Laserscanner pro Zeile über das Werkstück geführt um so sehr schnell gesteuert Pulse auszuführen. Das Material wird durch den auftreffenden Laserstrahl so stark erhitzt, dass es verdampft oder verbrennt. Es wird hierbei eine Oberflächenstruktur geschaffen, die sich gegen den Hintergrund abhebt. Es gibt im Prinzip kaum ein Material, das sich mit dem Laser nicht beschriften lässt. Auch Lebensmittel können mit Hilfe eines Lasers mit einem Logo versehen werden ohne dass hierbei die Qualität des Geschmackes oder der Haltbarkeit nachlässt. Dieses Verfahren ist insbesondere bei der Veredelung von hochwertigen metallischen Produkten sehr beliebt.

 

Transferdruck

Das Transferdruckverfahren wird auch Sublimationsdruck genannt und bezeichnet ein indirektes Druckverfahren, da das Druckmotiv nicht direkt auf eine Oberfläche aufgetragen wird, sondern über eine sogenannte Transferfolie. Um Motive einfach heraus zu stanzen oder zu schneiden kann diese Folie beispielsweise reflektierend, beflockt oder mit Glitter bearbeitet sein.  Eine weitere Möglichkeit stellt die unbearbeitete Transferfolie dar, auf die ein Motiv aufgedruckt wird. Danach wird die gestanzte oder bedruckte Folie zusammen mit dem zu bedruckenden Produkt in die Transferpresse hineingelegt und das Druckmotiv unter regelmäßigem Druck und permanenter Temperatureinwirkung von rund 160-200 Grad auf den Artikel übertragen. Diese Veredelungsmethode eignet sich insbesondere für Textilien jeglicher Art durch die hohe Unempfindlichkeit durch Umwelteinflüsse oder UV-Strahlung.

 

Doming

Durch das sogenannte Domingverfahren lassen sich gewölbte und dreidimensionale Oberflächenbeschichtungen herstellen. Durch die oftmals hochtransparente Linsenform entsteht eine optische Täuschung. Durch das Zusammenspiel von Licht und Schatten und den Lupeneffekt durch die Lichtbrechung entstehen besonders intensive Farben. Durch diese Methode kann die Funktion und die Wirkung von Drucken jeglicher Art stark erhöht werden. Somit eignet sich diese besonders gut um Werbeziele zu fördern. In der Regel wird Doming in Kombination mit einem selbstklebenden Substrat auch als Gel oder 3D-Aufkleber bezeichnet. Zur Herstellung werden Materialien wie Harze auf Basis von Epoxiden und Polyurethanen eingesetzt. Mittels pneumatischer Technik werden diese Beschichtungsstoffe von einer programmierten Anlage ganz präzise auf den Druck aufgetragen. Dieses Druckverfahren ist sehr widerstandsfähig, langlebig und normalerweise wasser- und abriebfest. Deshalb ist Doming insbesondere sehr begehrt bei Produkten wie beispielsweise Schlüsselanhängern oder Kappenabschlüssen von Werbeschreibmitteln.

 

Digitaldruck

Im Gegensatz zu anderen Druckverfahren kommt das Digitaldruckverfahren ohne feste Druckform oder –vorlage aus. Das Druckmotiv wird hierbei direkt von einer digitalen Datenbank in eine Druckmaschine übertragen. Es handelt sich bei dem Drucksystem meist um Elektrofotografie, Laserprinter, Magnetografie oder Inkjet.

Digitale Druckverfahren gibt es vom reinen Schwar-Weiß-Druck bis hin zum 7-farbigen Druck. Dieses Verfahren eignet sich insbesondere zum Bedrucken von Katalogen oder Broschüren. Auch Etiketten oder flexible Verpackungen eignen sich hierfür ideal.

 

Bestickung

Die Bestickung beschreibt eine textile Technik, bei der durch Durchziehen oder Aufnähen von Fäden das Trägerobjekt verziert wird. Hierbei gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichsten Stickmethoden.  Heutzutage wird die Steuerung von ursprünglich angewendeten Stickmaschinen komplett von Computern übernommen. Die Vorlage wird in eine digitale Form gebracht und in eine Grafik umgewandelt, um mittels spezieller Software anhand dieser Grafik die Umsetzung in einzelne Stiche stattfindet. Die Mustervorlage wird dann von Nadel und Faden auf  das Textil aufgebracht bzw. übertragen. Um einen Stoff mit Stickereien zu veredeln kann man ihn direkt besticken oder aber auch das Designmotiv vorerst auf ein Trägermaterial aufsticken, welches dann anschließend auf das Objekt genäht oder geklebt wird.

 

Prägung

Beim Prägevorgang, auch Gaufrieren genannt, wird das Motiv mit Hilfe eines Prägestempels in das Material hineingepresst, damit ein besonders edles Aussehen zum Vorschein kommt. Dieser Vorgang wird durch eine Maschine ausgeführt, welche mit mehreren beheizten Stahlwalzen versehen ist. Eine Walze ist mit dem Logo graviert und wird beheizt, eine weitere besteht auf einer weicheren Oberfläche. Diese werden gegeneinander gepresst während der Werbeartikel dazwischen liegt und somit das gewünschte Muster annimmt. Durch Folien oder Auslegungen werden außerdem farbige Prägungen ermöglicht. Dieses Veredelungsverfahren findet besonders häufig Anwendung bei Papierverpackungen, aber auch bei Materialien wie Leder, Textilien oder Metall.

 

Flockdruck

Das Flockdruckverfahren ähnelt dem Siebdruck, jedoch wird hierbei vorerst mittels einer Schablone in Form des Motives ein Dispersionskleber auf den Stoff aufgetragen anstelle der Farbe.

Über dem Textil befindet sich während des Druckprozesses ein Behälter mit Flock. welcher aus Millionen kurz geschnittener Fasern mit einer Faserdicke von 0,5-2 mm besteht. Danach wird ein elektrostatisches Feld zwischen Flockbehälter und Metallplatte unter dem Textil errichtet, das die Flocken so aufläd, dass sie durch ein Sieb im Behälter direkt auf den Stoff treffen. Flockreste, die überschüssig sind, werden hierbei aufgefangen und wieder verwendet.  Dem zu bedruckenden Artikel wird somit eine dreidimensionale Beschaffenheit verliehen, die je nach Faserlänge und –dicke von weich bis hart variieren kann. Dieses Druckverfahren eignet sich insbesondere für die Veredelung von Textilien, aber auch viele andere Materialien wie Papiere, Kunststoffe, Metalle oder Holz lassen sich problemlos mit Flock bedrucken.

 

Flexodruck

Das Flexodruckverfahren eignet sich insbesondere für Werbeartikel aus den Bereichen Süßwaren sowie deren Verpackungsmittel. Eine Rasterwalze kommt hierbei für den Druck zum Einsatz. Diese Walze besteht aus einem Druckzylinder auf dem eine Druckplatte angebracht ist und einem Gegendruckzylinder, der das Trägermaterial führt. Dieses Verfahren gehört zu einem der qualitativ hochwertigsten Druckverfahren nicht zuletzt durch die Verwendung von Anilinfarben.

 

InMould

Spezielle Folien, die mit Schriften oder Logos versehen sind, werden beim In-Mould-Verfahren zuerst in ein Spritzgießwerkzeug eingelegt und danach mit einem Kunststoff hinterspritzt. Dadurch entsteht ein fest mit dem Werkstoff verbundenes Dekor, das sehr langlebig, abriebfest und hochwertig ist. Dadurch dass die Anzahl an verwendbaren Farben nahezu uneingeschränkt ist können Produkte in diesem Verfahren mit einer sehr hohen Designfreiheit konzipiert werden. Deshalb wird diese Veredelungstechnik insbesondere für Werbemittel wie To-Go-Boxen, Frisbees oder Parkscheiben verwendet. Auch Eiskratzer oder Tabletts aus Kunststoff eignen sich hierfür hervorragend.

 

Offsetdruck

Das Offsetdruckverfahren beschreibt ein qualitativ sehr hochwertiges Flachdruckverfahren, bei dem das gewünschte Motiv nicht von der Druckplatte direkt auf das Papier gedruckt wird. Es wird von der Platte vorerst auf einen Gummizylinder als Zwischenträger übergeben und anschließend auf das zu bedruckende Objekt übertragen. Die druckenden und nicht druckenden Stellen befinden sich hierbei auf einer Ebene, was durch unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten ermöglicht wird. Beispielsweise wird auf die nichtdruckenden Stellen ein besonderes Feuchtmittel aufgetragen um eine Abgrenzung zu druckenden Stellen zu erzeugen. Das Motiv wird durch den indirekten Druck über den Gummizylinder seitenrichtig auf der zu bedruckenden Oberfläche wiedergegeben. Diese Technik eignet sich in erster Linie für die Bedruckung von Papier- und Pappmaterialien.

Newsletter

Subscribe to our newsletter, unsubscribe anytime possible! Informations about the use of your Data and our Privacy Policy you can find HERE

* E-Mail:

First Name:

Last Name: